Standart - Bulgarien | Mittwoch, 1. August 2012
Drogenboss veräppelt bulgarische Gesellschaft
Der mutmaßliche Drogenboss Josko Jossifow steht seit März 2011 vor Gericht, weil er bei einem Verkehrsunfall unter Drogeneinfluss zwei Menschen getötet haben soll. Dennoch ließ ihn das Gericht von Anfang an auf Kaution frei, weil ihm Gerichtsärzte eine schwere Lähmung attestiert hatten. Nun ist ein Video aufgetaucht, das zeigt, wie Jossifow durch Sofia läuft und in sein Auto steigt. Das ärgert die Tageszeitung Standart maßlos: "Sobald es zum Prozess kommt, werden die größten Banditen, die sonst vor Gesundheit strotzen, mit einem Haufen Miezen im Schlepptau herumlaufen und Heroin verticken, plötzlich unheilbar krank. ... Im Gerichtssaal verziehen sie ihr Gesicht und machen sich in die Hose. Doch sind sie erst einmal auf Kaution frei, sind sie schnell wieder auf den Beinen und grinsen arrogant hinter den getönten Fensterscheiben ihrer Luxuslimousinen. … Die Blöden sind dann einzig und allein die bulgarischen Bürger, die mit ihren Steuergeldern Richter und medizinische Gutachter bezahlen, damit diese objektiv und im gesellschaftlichen Interesse urteilen."
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