Epikaira - Griechenland | Donnerstag, 2. August 2012
Papandreou hat Katastrophe kommen sehen
Der ehemalige Vertreter Griechenlands im Internationalen Währungsfond (IWF), Panagiotis Roumeliotis, hat in einem Interview in der New York Times vergangene Woche gesagt, der IWF habe gewusst, dass das Sparprogramm, das er 2010 von Griechenland forderte, unmöglich verwirklicht werden konnte. Die Wochenzeitschrift Epikaira zieht deshalb den damaligen Premier Giorgos Papandreou zur Rechenschaft: Wenn es bekannt war, "dass das Programm nicht durchsetzbar war, kann es dann sein, dass Papandreou das nicht wusste? Nein. Leider haben seine hirnlosen Mitarbeiter ihn damals davon überzeugt, dass er das Schicksal der Euro-Zone in seinen Händen hält. Sie haben ihm auch die Pistole in die Hand gedrückt. Mit der zielte er dann nicht auf die Unterdrücker des Landes, um diese zu richten. Sondern er nutzte sie, um einen politischen Selbstmord zu begehen und Griechenland in den wirtschaftlichen Tod zu führen. Papandreou muss auf die Aussagen von Roumeliotis nun überzeugende Antworten geben. Andernfalls wird sein Schweigen ein Beweis sein für das Verbrechen, das an Griechenland verübt wurde."
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