Adevărul - Rumänien | Montag, 6. August 2012
Rumänen leiden unter politischem Wirrwarr
Rumäniens Verfassungsgericht hat seine Entscheidung über die Gültigkeit des Referendums zur Amtsenthebung von Präsident Traian Băsescu auf den 31. August vorgezogen. Schon die Ankündigung des Gerichts, erst im September über die Gültigkeit zu befinden, hatte zu einem weiteren Wertverlust der Landeswährung Leu geführt. Darüber ärgert sich die liberal-konservative Tageszeitung Adevărul: "Millionen von Wählern wurden an die Urnen gerufen, nur damit die Regierung anschließend ihr eigenes Referendum in Frage stellt - weil sie merkt, dass ihr 'Ziel' nicht erreicht worden ist. Über acht Millionen Wähler beteiligten sich an diesem nationalen Wirrwarr. Und ihnen kann im Moment niemand sagen, ob ihre Wahl etwas verändert hat oder nicht. ... Es ist zum Lachen und zum Heulen zugleich, denn hier steht viel auf dem Spiel. Und jeder von uns bekommt den Schaden zu spüren. Wir alle haben - ob Kredit oder Telefonrechnung - die Summe in Euro abzuzahlen und spüren deshalb die Schwäche des Leu. Die Nationalbank muss weitere hunderte Millionen Euro verschwenden, um auf dem Währungsmarkt die negativen Trends auszugleichen. Und noch dazu ist unser Ruf bei allen zerstört, die dachten, in Rumänien könne man seriöse Geschäfte machen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Finanzmärkte, » Wahlen, » Justiz, » Rumänien
Alle verfügbaren Texte von » Mălin Bot
Debatten verfolgen » Machtkampf in Rumänien
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 6. August 2012