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La Croix - Frankreich | Dienstag, 7. August 2012

Occupy setzt Zeichen

Das Zeltlager der Occupy-Bewegung vor der EZB in Frankfurt am Main ist am Montag nach rund zehn Monaten friedlich geräumt worden, nachdem das Verwaltungsgericht dessen Verbot durch die Stadt bestätigt hatte. Zwar war die weltweite Protestbewegung mangels präziser Forderungen und Anführer von Beginn an zum Scheitern verurteilt, doch hat sie nachhaltige Spuren hinterlassen, meint die katholisch geprägte Tageszeitung La Croix: "Niemand kann heute davon ausgehen, dass das Verschwinden der Zelte vor der EZB die Debatte beendet. Die 'Empörten' aller Couleur haben ihre Spur hinterlassen. Es ist kaum zu übersehen, dass die moralischen Forderungen, die sie verkörperten, politische Entscheidungen in zahlreichen Ländern immer mehr beeinflussen. Es ist ebenso offensichtlich, dass der Zynismus der Märkte immer weniger ertragen wird. Selbstverständlich waren die 'Empörten' nicht die einzigen, die so dachten, aber dank ihnen hat sich zumindest ein Gedanke durchgesetzt: Die Krisenpolitik muss hinterfragt werden und die Lasten, die nötig sind, um die Krise zu überwinden, müssen besser verteilt werden."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 8. August 2012

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