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Blog idnes.cz - Tschechien | Freitag, 10. August 2012

Demagogischer Antiklerikalismus in Tschechien

Die oppositionellen tschechischen Sozialdemokraten (ČSSD) haben am Donnerstag eine Kampagne gegen das geplante Gesetz zur Rückgabe des unter den Kommunisten geraubten Eigentums an Kirchen und Religionsgemeinschaften gestartet. Damit haben sie sofort scharfe Reaktionen von Kirchenvertretern hervorgerufen. In ihrem Blog beim Nachrichtenportal idnes.cz stellt sich Lea Vojtekova an die Seite der Kirche: "Die Kampagne der ČSSD ist sehr demagogisch und populistisch und zielt auf den niederen Instinkt des Neids. Und das in einem Staat, der sowieso schon zu den atheistischsten der Welt gehört. Allein schon die Wortwahl, dass die Regierungsparteien den Kirchen Milliarden 'schenken' wollen, ist ärgerlich. Schenken? Ich denke, dass man zurückgeben muss, was man gestohlen hat. Die Restitution hat zudem eine klare Trennung von Staat und Kirche zur Folge. Und die will die Mehrheit der Tschechen. Und was den Vorwurf angeht, der Staat verschulde sich durch die Aktion: Es waren zumeist Sozialdemokraten, die unlängst dem Beitritt Tschechiens zum Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM zugestimmt haben. Und der stürzt mehrere Generationen in Schulden."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 10. August 2012

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