Magyar Hírlap - Ungarn | Dienstag, 14. August 2012
László Bogár über die heimtückische Diktatur namens Demokratie
Eine wachsende Zahl von Menschen, zumal in Osteuropa, stellt heutzutage die Demokratie als Staatsform in Frage, meint der Ökonom László Bogár in der rechtskonservativen Tageszeitung Magyar Hírlap. Er ist der Ansicht, dass die Demokratie im Grunde eine Diktatur ist, in der eine kleine Elite Macht über die ahnungslosen Massen ausübt: "Die Idee der gesellschaftlichen Gleichheit ist ausschließlich ein Kennzeichen der westlichen Moderne. Hinter der Proklamation 'Alle Menschen sind gleich' verbirgt sich indes einzig und allein das Ziel, die diktatorische Macht einer kleinen Elite mit Hilfe der grenzenlos manipulierbaren Masse auszuweiten. Mit der egalitären Demokratie wurde die Transparenz des staatlichen Machtgefüges aufgelöst. … Es wird heute zwar im Namen einer Gesellschaft entschieden, in der 'alle gleich sind', allerdings manifestiert sich die gesellschaftliche Gleichheit nicht zuletzt in der totalen Uninformiertheit und also Manipulierbarkeit der Menschen. Die sogenannten demokratischen Gegengewichte ändern daran gar nichts, sind doch die Institutionen, die als Gegengewichte und Kontrollinstanzen fungieren sollten, in den Händen der zynischen und hemmungslosen Elite und folglich Teil des manipulativen Systems. Die westliche Demokratie ist seit ihren Anfängen eine der heimtückischsten und raffiniertesten Diktaturen der Weltgeschichte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Global
Alle verfügbaren Texte von » László Bogár
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 14. August 2012