L'Hebdo - Schweiz | Donnerstag, 12. Oktober 2006
Spaniens Debatte über illegale Einwanderung
Jacques Pilet lobt "Spaniens Gelassenheit" angesichts der massiven illegalen Einwanderung. "Die Debatte verläuft hart und beherrscht zugleich. Wenig leidenschaftliche Ausrutscher sind zu vermelden. Auf beiden Seiten des politischen Spektrums behält man die Nerven. Die Regierung bietet der Opposition an, einen Pakt über die Aufnahmebestimmungen für Ausländer auszuhandeln. Die Rechte lehnt dies bislang ab, formuliert aber im Gegenzug hundert konkrete und vernünftige Vorschläge. Das Bemerkenswerte daran ist, dass niemand fordert, allen Nicht-Europäern den Zutritt zu verwehren. Alle sind sich einig, dass auch in Afrika selbst zu handeln ist und dass die Grenzkontrollen verstärkt werden müssen. Aber alle gehen davon aus, dass die Einwanderungsbewegung in den kommenden Jahren anhalten wird, ... wenn möglich, auf weniger chaotische Weise. Mutig erinnern mehrere politische Führer die Spanier daran, dass auch sie in Massen ausgewandert sind und sich daran erinnern sollten."
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