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Sega - Bulgarien | Mittwoch, 15. August 2012

Frankreich geht erneut auf Roma-Jagd

Die französischen Behörden haben seit Anfang August mehrere illegale Roma-Siedlungen aufgelöst und einige der Bewohner in ihre Herkunftsländer ausgeflogen. Damit setzt die neue sozialistische Regierung die umstrittene Anti-Roma-Politik von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy fort, kritisiert die Tageszeitung Sega und ärgert sich, dass Bulgariens Regierung zu feige ist, dagegen zu protestieren: "Die Europäische Kommission hat Frankreich zum zweiten Mal wegen ethnischer Diskriminierung unter Beobachtung gestellt. ... Doch [Bulgariens Premier] Borisov traut sich selbst mit einem starken Verbündeten wie der EU nicht, gegen Frankreich aufzubegehren. Dabei droht Paris, gemeinsam mit anderen europäischen Ländern Druck auf Bulgarien, Rumänien (und neuerdings Ungarn) ausüben zu wollen. ... Man will sie zwingen, irgendwie die eigenen Roma zu überzeugen, zu Hause zu bleiben, anstatt in den Westen auszuwandern. Vielleicht sollten wir die französischen Behörden fragen, ob sie nicht die Berliner Mauer und den Eisernen Vorhang zurückhaben wollen?"

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 16. August 2012

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