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De Tijd - Belgien | Donnerstag, 16. August 2012

Untätige Regierung treibt Belgien in die Krise

Die belgische Wirtschaft ist mit einem Minus von 0,6 Prozent im zweiten Quartal drei Mal so stark geschrumpft wie erwartet. Damit gehört das Land auf einmal zu den schwachen Ländern der Euro-Zone wie Spanien und Italien. Schuld ist vor allem die untätige Regierung, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Auf der Grundlage eines Quartals darf man keine weitreichenden Schlüsse ziehen. Aber wenn das Wirtschaftswachstum in unserem Land auch im dritten Quartal enttäuscht, dann müssen wir uns Sorgen machen. Denn wenn die Wirtschaft schrumpft, wird eine negative Spirale in Gang gesetzt: weniger Arbeitsplätze, Haushaltslöcher, zurückgehendes Vertrauen bei Unternehmern und Verbrauchern und so weiter. Die Prognose vom Juni, dass die belgische Wirtschaft in diesem Jahr um 0,6 Prozent wachsen werde, war eine Fata Morgana, an die die Regierung nur allzu gerne geglaubt hat. So musste sie bei der schlappen Überprüfung des Haushalts im Juli keine strukturellen Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Jetzt rächt sich diese Bequemlichkeit."

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