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Népszava - Ungarn | Donnerstag, 16. August 2012

Antisemitismus in Ungarn salonfähig

Während des Fußball-Länderspiels Ungarn-Israel am Mittwoch in Budapest haben ungarische Fans antisemitische Sprechchöre angestimmt. Antisemitismus ist in Ungarn salonfähig geworden, befürchtet die linke Tageszeitung Népszava: "Die Organisatoren des ungarisch-israelischen Freundschaftsspiels waren im Vorfeld des Spiels gewarnt. Sie stellten sich auf Provokationen, ja sogar auf Beleidigungen ein, letztlich blieb es aber 'nur' bei antisemitischen Sprechchören. Für die Zeitungen des Landes stellt der Vorfall allem Anschein nach ein Kavaliersdelikt dar, sie berichteten erst gar nicht darüber. Antisemitische Sprechchöre sind hierzulande offenbar nicht bloß akzeptabel, sondern geradezu erwünscht. Vor allem in einem Land, in dem die Verwaltung der Hauptstadt die Vertreter antisemitischen Gedankenguts mit einem Theater belohnen. ... Womöglich werden die grölenden Fußballfans die Besucher dieses Theaters sein. ... Wie einzelne Fußballspiele in Ungarn könnten die Theatervorstellungen dann auch mit dem Hitlergruß beginnen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 17. August 2012

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