Der Nordschleswiger - Dänemark | Freitag, 17. August 2012
Papierloser Klassenraum führt zur digitalen Demenz
Das Ørestad Gymnasium in Kopenhagen will künftig im Unterricht ganz auf gedruckte Bücher verzichten und setzt voll auf elektronische Lehrmittel. Der Nordschleswiger kritisiert die Maßnahme: "Können Inhalte langfristig tatsächlich so im Gehirn verankert werden, dass ihre Halbwertzeit länger als bis zur nächsten Prüfung währt? Können diejenigen, die digital von Schnipsel zu Schnipsel springen, von einem Internetclip zur SMS und weiter zu einer Twittermeldung, noch lange zusammenhängende Texte verstehen und selbst verfassen? Das Stichwort der digitalen Demenz macht die Runde und immer mehr Professoren verzweifeln, weil Studenten kein Buch mehr lesen und keine Seminararbeit auf einem anständigen Niveau mehr schreiben können. … Schulen haben den Auftrag, unsere Kultur zu vermitteln. Dazu gehört der Umgang mit dem, was Gutenbergs Erfindung 1440 möglich machte: das Buch. Ein stimmiges Konzept, wie das Kopenhagener Gymnasium es vorlegt, kann sinnvoll sein. Der Verzicht auf Bücher aber nicht."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Erziehung / Bildung, » Dänemark
Alle verfügbaren Texte von » Claudia Knauer
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 17. August 2012