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Il Sole 24 Ore - Italien | Freitag, 17. August 2012

USA läuten Wende im Libor-Skandal ein

Im Fall um den manipulierten Libor-Zinssatz haben die Generalstaatsanwälte der US-Bundesstaaten New York und Connecticut Medienberichten zufolge Vorladungen an sieben Großbanken geschickt. Mit diesem Schritt erfährt die Untersuchung eine entscheidende Wende, freut sich die liberal-konservative Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Mit New York setzt sich das Zentrum der Finanzwelt in Bewegung und das mit einer gesunden Dosis an Geopolitik, sind doch US-amerikanische, deutsche, britische und Schweizer Banken nun im Visier der Staatsanwaltschaft. Diese beruft sich zudem auf ein Gesetz von 1921, das von der Anklage keinen Beweis für die betrügerische Absicht des Angeklagten verlangt. ... Es hat den Anschein, dass man diesmal zu einem Urteil kommen will. Allzu oft haben sich die Behörden mit Strafen begnügt, die - so hoch die Bußgelder auch waren - doch kontraproduktiv waren. Denn erstens waren sie niemals hoch genug, um abschreckend zu wirken, und zweitens erlaubten sie es den auf frischer Tat ertappten Banken, sich wieder den Anschein von Achtbarkeit zu erkaufen. Denn die Sanktionen waren kein Schuldspruch, sondern stets nur ein Aushandeln der Strafe."

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