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Fakt - Polen | Dienstag, 21. August 2012

Staat hat bei Amber Gold versagt

In Polen sind viele der Meinung, dass die Anleger des Pleite gegangenen Finanzdienstleisters Amber Gold für ihre Verluste selbst haften sollten, weil die Renditeversprechen des Unternehmens ganz offensichtlich unrealistisch gewesen seien. Doch auch der Staat hat versagt, da die Staatsanwaltschaft frühere Vorwürfe gegen Amber Gold nicht richtig geprüft hat, meint der Publizist Łukasz Warzecha in der konservativen Boulevardzeitung Fakt: "Die Frau Staatsanwältin hat die Sache so in Angriff genommen, als hätte sie keine richtige Lust darauf. Hat somit der Staat versagt? Natürlich. Wenn er so funktioniert hätte, wie er eigentlich sollte, dann hätte die Firma Amber Gold ihren Betrieb wahrscheinlich viel früher eingestellt. Jetzt muss man nur noch herausfinden, wer dieses Unternehmen noch schützt. Denn nur die Naivsten glauben, dass es nicht irgendwie geschützt wird. Ich befürchte, dass es auch diesmal so sein wird wie in anderen Fällen. Statt die Beamten für ihr Fehlverhalten zur Verantwortung zu ziehen, werden uns wieder neue Vorschläge für Regulierungen gemacht, die unsere Freiheit einschränken - natürlich alles nur zu unseren Gunsten."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 21. August 2012

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