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Postimees - Estland | Dienstag, 21. August 2012

Assange bildet sich Verschwörung nur ein

Wikileaks-Gründer Julian Assange geriert sich als Verschwörungsopfer, dabei führt er einen einsamen Feldzug gegen die Mächtigen der Welt, kritisiert der Kolumnist Ahto Lobjakas in der konservativen Tageszeitung Postimees: "Assange hat sich mit den Größten dieser Welt angelegt, jetzt fühlt er sich als Opfer einer globalen Konspiration. Der Australier stellt sich auf eine Stufe mit Pussy Riot und Bradley Manning. Letzterer lieferte angeblich Wikileaks das brisanteste Material. … Die Unterteilung der Welt in Unterdrücker und Versklavte existiert nur in Assanges Kopf. Wikileaks ist für ihn das Werkzeug in seinem privaten Ein-Mann Kreuzzug geworden. ... Der Gründer der Enthüllungsplattform ist kein Held. Wir haben es hier mit einer Fabel zu tun, die in der heutigen Welt nur kurzfristig überlebt und die die Vertrauensseligkeit derjenigen ausnutzt, die nicht verstehen, dass das Zeitalter der globalen Konstruktionen (egal ob Konspiration oder Ideologie) vorbei ist. Wikileaks hat nie globale Lösungen für die Probleme der Zeit angeboten."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 23. August 2012

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