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taz - Deutschland | Freitag, 24. August 2012

Pariser Scheinlösung für Roma-Problem

Die französische Regierung hat Anfang August illegale Roma-Siedlungen räumen lassen und Hunderte Menschen nach Rumänien abgeschoben. Dafür erntete sie international heftige Kritik. Am Mittwoch hat sie nun angekündigt, künftig den Zugang zum Arbeitsmarkt für Roma aus Bulgarien und Rumänien zu erleichtern. Eine Scheinlösung, kritisiert die linke Tageszeitung taz: "Natürlich wird die Diskriminierung der Roma bei der Beschäftigung damit nicht aus der Welt geschafft. Nur kann die Pariser Regierung die Roma mit einem etwas besseren Gewissen weiter abschieben oder aus notdürftig errichteten Camps vertreiben. Sie möchte ihnen jedoch bei jeder Räumung eine menschenwürdige Unterkunft anbieten. Das bleibt aufgrund des Wohnungsmangels ein frommer Wunsch. Genau so wie die Ankündigung der Regierung, sie wolle entschieden gegen die kriminelle Ausbeutung Minderjähriger durch Bettelei, Diebstahl und Prostitution vorgehen. Die Vorschläge bleiben ernüchternd konventionell. Selbst mit gutem Willen kann Frankreich das Problem nicht alleine befriedigend lösen."

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