Die Presse - Österreich | Montag, 27. August 2012
Schlammschlachten im US-Wahlkampf überflüssig
In Tampa, Florida, beginnt am heutigen Montag der große Parteitag der US-Republikaner, auf dem Mitt Romney als Präsidentschaftskandidat gekürt werden soll. Die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse blickt kritisch auf den Vorwahlkampf zurück: "Gut organisierte Flügel wie die Tea Party können moderate Kandidaten gegen den Willen der Parteiführung - und die Parteiräson - gezielt rausschießen. ... Die Personalisierung führt zudem dazu, dass Themen in den Wahlkampf sickern, die dort nichts verloren haben. ... Fragwürdig ist schließlich das Spendensystem. Die Kandidaten müssen nicht nur einen erklecklichen Teil der Kampagne mit Fundraising zubringen, die Wahlkämpfe arten auch in immer absurdere Materialschlachten aus. ... Das verdirbt nur die politische Kultur und bringt laut einer neuen Studie gar nichts: Nach einem Rechenmodell gewinnt der Kandidat jener Partei, die nicht den Präsidenten stellt, wenn die wirtschaftliche Lage der Bundesstaaten schlecht ist - und das ist sie. Bei den letzten acht Wahlen wären die Forscher richtig gelegen. Womit man sich die Schmutzkübel eigentlich sparen könnte."
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