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La Stampa - Italien | Montag, 27. August 2012

Assad erhält wieder Aufwind

Bei einem neuen Massaker in Syrien sollen Rebellenangaben zufolge in der Nacht zum Sonntag in einem Vorort von Damaskus mehr als 200 Menschen getötet worden sein. Die Beweisfotos sind allerdings alles andere als eindeutig, meint die liberale Tageszeitung La Stampa, klar zu erkennen sei nur, dass das Regime von Assad in diesen Tagen wieder Aufwind erhält: "Die einzigen Dokumente, die das Massaker bezeugen, sind die Bilder auf der Webseite der Opposition, auf denen Berge von Leichen in der Moschee Abu Auleiman zu sehen sind. Doch es ist unklar, von wann die Bilder sind und wer wen getötet hat. … Völlig eindeutig ist hingegen, dass sich die Stimmung in Syrien wieder geändert hat. Während die Opposition erneut die Brutalität des Regimes hervorhebt und von dessen Sturz nicht mehr die Rede ist, schlägt das Regime wieder triumphierende Töne an. … Assad ist erneut öffentlich aufgetreten und hat die Revolte gegen ihn wieder als 'Komplott' bezeichnet. ... Zugleich hat der syrische Vize-Präsident Faruk al-Sharaa mit seinem gestrigen öffentlichen Auftritt die Stimmen zum Schweigen gebracht, die von seiner angeblichen Flucht berichteten. Dass die Lossagung al-Sharaas nun widerlegt wurde, gibt Assad neue Kraft."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 27. August 2012

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