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Rzeczpospolita - Polen | Dienstag, 28. August 2012

Michał Szułdrzyński hält Stimmen gegen Euro-Einführung für kontraproduktiv

Der ehemalige nationalkonservative Parlamentspräsident Polens, Marek Jurek, hat dem liberalen Premier Donald Tusk Mitte August vorgeworfen, er treibe die Einführung des Euros voran. Angesichts der Euro-Krise schade dies den Interessen des Landes. Diese Vorwürfe sind schädlich für Polens Wirtschaft, meint der Politologe Michał Szułdrzyński in der konservativen Tageszeitung Rzeczpospolita: "Wie aus öffentlichen und inoffiziellen Gesprächen von Mitarbeitern Tusks hervorgeht, ist das wichtigste Ziel der Regierung, das Vertrauen der Kapitalmärkte in Polen zu sichern. ... Denn je höher es ist, desto weniger muss die Regierung für das Geld bezahlen, das sie sich leiht. Diese Politik zur Beruhigung der Märkte trägt bereits erste Früchte: Die Verzinsung der Anleihen ist so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Trotz der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums wächst der Schuldenberg nicht mehr so schnell wie noch in der ersten Phase der Krise. Marek Jurek hat die Regierung zu einer eindeutigen Erklärung aufgefordert: 'Heute ist der Moment gekommen, da Polen klar sagen sollte, dass wir diese Währung nicht übernehmen, sondern unsere eigene behalten wollen.' Ungünstig ist nur, dass dies für Märkte und Investoren ein beunruhigendes Signal sein könnte."

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