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La Repubblica - Italien | Dienstag, 28. August 2012

Bundesbank setzt auf Sperrfeuer gegen EZB

Auf der Sitzung des EZB-Rats am 6. September wird der Kauf von Staatsanleihen durch die Zentralbank zentrales Thema sein, wie das deutsche Mitglied im EZB-Direktorium, Jörg Asmussen, am Montag ankündigte. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist gegen dieses Programm von EZB-Chef Mario Draghi. Der Widerstand der Bundesbank könnte die Euro-Zone teuer zu stehen kommen, befürchtet die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Seit einem Monat bombardiert die Bundesbank mit allen Mitteln, die die Medien ihr zur Verfügung stellen, das Hauptquartier der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Doch gewinnt man - auch in Deutschland - den Eindruck, dass es sich weniger um einen offenen Krieg als vielmehr um ein Sperrfeuer handelt, um die Strategie der EZB so auszufeilen, dass das Ausmaß der Anleihenkäufe eingeschränkt wird. Denn den entscheidenden Kampf hat Weidmann Anfang August verloren, als der EZB-Rat gegen seinen Willen dem Prinzip des Eingreifens der Zentralbank auf den Finanzmärkten zustimmte. ... Doch wenn die EZB, statt die 'große Bazooka' einzusetzen, sich in einer Art Stadtguerilla nur auf einzelne Ankäufe beschränkt, könnte dies sowohl teuer als auch nahezu wirkungslos werden."

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