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Valstybė - Litauen | Dienstag, 28. August 2012

Algimantas Čekuolis über die Krankheit des modernen Kapitalismus

Der moderne Kapitalismus ist schwer erkrankt, meint der Journalist Algimantas Čekuolis in der Monatszeitschrift Valstybė und beklagt dessen Ambivalenz: "Der Kapitalismus hat einen unglaublichen Wohlstand geschaffen und Völker aus ewigem Elend gerettet. Gleichzeitig hat er auch Probleme verursacht, die seine Errungenschaften zunichte zu machen drohen. Er ist wie ein kräftiger junger Mann, der isst und trinkt, so viel er will, und deswegen in die Höhe und in die Breite wächst. Später stellt sich jedoch heraus, dass er deswegen an Sklerose erkrankt ist, seine Adern und Arterien sind verstopft. Wenn er nicht sofort mit einer Diät anfängt, wird er sterben. Es ist zu viel von Allem produziert worden, deswegen bleibt die Produktion stehen. Dann haben die Menschen wenig Geld, kaufen noch weniger, die Produktion steht immer noch still. Eine Krise - eine Diät - reinigt den Organismus ein wenig, und danach beginnt ein neuer Zyklus. In den letzten 30 Jahren hat man versucht, diesen Kranken zu heilen. Doch nur mit Aspirin, sozusagen. ... Die ganze Welt sucht jetzt nach Auswegen aus dieser Situation. Es ist aber keine leichte Aufgabe, denn die Ursachen liegen im Wesen des Menschen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 28. August 2012

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