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Blog Stefan Niggemeier - Deutschland | Freitag, 31. August 2012

Verlage gerieren sich als Google-Opfer

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf für ein Leistungsschutzrecht verabschiedet, der Verlagen das Recht geben soll, für ihre Inhalte von Google und anderen Suchmaschinen Geld zu fordern. Doch die Verlage kämpfen mit Scheinargumenten, kritisiert der Journalist Stefan Niggemeier auf seinem Blog: "Eine Suchmaschine erbringt eine Dienstleistung: Sie führt Leser zu den Inhalten, die sie interessieren. Es ist eine doppelte Dienstleistung; für den Nutzer und für den Inhalteanbieter. … Wer müsste eigentlich wem mehr Geld zahlen? Und wer ist dringender auf die Leistungen des anderen angewiesen? … Und das emotionale Hilfsargument lautet: Google hat's ja. Der Laden macht Fantastilliarden Euro Gewinn, dem tut das doch nicht weh, davon was abzugeben an Medienunternehmen, die mit Müh und Not über die Runden kommen. … Das emotionale Hilfsargument wirkt so gut, weil Google nicht nur absurd viel Geld verdient, sondern auch am anderen Ende der Welt sitzt; ein Riesenkonzern mit eh zuviel Einfluss, der nichts wirklich Nützliches macht (außer uns das Internet zu erschließen und dadurch unentbehrlich zu scheinen)."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 31. August 2012

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