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Tages-Anzeiger - Schweiz | Montag, 3. September 2012

Schweiz soll Arbeitsmigranten abweisen

In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger hat der Chef des Schweizer Bundesamts für Migration Mario Gattiker gesagt, dass arbeitslose EU-Bürger aus süd- und osteuropäischen Krisenstaaten vermehrt zur Stellensuche in die Schweiz kämen. Wegen des wirtschaftlichen Risikos fordert die liberale Zeitung nun, die Schotten dicht zu machen: "Mittelfristig … birgt die Zuwanderung von Arbeitslosen, die einen Job finden, gewisse Risiken. Schlecht Qualifizierte verlieren in einer Rezession schneller die Stelle - und belasten dann die hiesigen Sozialwerke. ... Klar ist auch, dass mit Wanderarbeitern die Gefahr von Lohndumping und Schwarzarbeit zunimmt. Delikat ist die neue Zuwanderung vor allem politisch. ... Beim Urnengang über die Personenfreizügigkeit im Februar 2009 erwähnte der Bundesrat im Abstimmungsbüchlein mit keinem Wort, dass auch Arbeitslose zuziehen dürfen. Mittlerweile glauben die Behörden zum Teil selber an ihre Propaganda und wimmeln Anfragen zum Thema mit dem Hinweis ab, arbeitslose EU-Bürger dürften gar nicht in die Schweiz kommen. Die Realität sieht anders aus. Es wird Zeit, dass sich die Behörden nach ihr richten."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 3. September 2012

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