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Svobodata - Bulgarien | Samstag, 1. September 2012

Bulgarien ist Russlands trojanischer Esel

Bulgarien und Russland haben die Verhandlungen über die Gaspipeline South Stream intensiviert, die durch das Schwarze Meer bis nach Italien und Österreich führen soll. Sie wollen bis Mitte November die Verträge über das Projekt unterzeichnen, teilten bulgarische Regierungsvertreter am Mittwoch mit. Das Meinungsportal Svobodata warnt vor einem Ausbau des russischen Energiemonopols in Bulgarien: "Neftochim, die einzige Öl-Raffinerie im Land, ist in russischer Hand. Wir beziehen Erdöl ausschließlich aus Russland und ein großer Teil der Tankstellen gehört Lukoil. Auch der Kernbrennstoff für das AKW Kosloduj kommt aus Russland. ... Das Schlimmste aber ist, dass wir dem Pipeline-Projekt Nabucco [aus der Türkei nach Österreich], das die größte Konkurrenz von South Stream war, eine Absage erteilen. Dadurch machen wir Europas Plänen zur Diversifizierung der Energielieferungen auf unerhörte Weise einen Strich durch die Rechnung. Das zeigt, dass wir weiterhin Russlands trojanisches Pferd in der EU sind - oder vielmehr Russlands trojanischer Esel."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 3. September 2012

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