Financial Times - Großbritannien | Mittwoch, 5. September 2012
Vielfalt statt Frauenquote
EU-Justizkommissarin Reding plant für den Herbst eine Richtlinie, wonach bis 2020 rund 40 Prozent aller Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen weiblich sein sollen. In erster Linie sollten die geeigneten Mitarbeiter in Führungspositionen kommen, unabhängig von ihrem Geschlecht, fordert die wirtschaftsliberale Tageszeitung Financial Times: "Unternehmen müssen mehr dafür tun, um jene Mitarbeiter, die für Führungspositionen geeignet sind, möglichst früh zu erkennen und entsprechend zu fördern. Das Ziel sollte ganz allgemein Vielfalt sein, und zwar in Bezug auf die Erfahrung, den sozialen Hintergrund und das Geschlecht der Angestellten. Mit mehr Frauen in Führungspositionen wären die Unternehmen wohl auch erfolgreicher. Nicht, weil Frauen eine bessere Leistung bringen als ihre männlichen Kollegen. … Sondern einfach darum, weil Unternehmen ihr vorhandenes Reservoir an Talenten voll und ganz ausschöpfen sollten."
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