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Le Monde - Frankreich | Mittwoch, 5. September 2012

Habermas, Nida-Rümelin und Bofinger fordern politische Integration Europas

Drei berühmte deutsche Denker, die Philosophen Julian Nida-Rümelin und Jürgen Habermas sowie der Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger, plädieren in der linksliberalen Tageszeitung Le Monde für die politische Integration Europas: "Die Euro-Krise spiegelt das Versagen einer perspektivlosen Politik. Trotz umfangreicher Rettungsprogramme und kaum noch zu zählender Krisengipfel hat sich die Situation des Euroraums in den beiden vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert. Es gibt nur zwei in sich stimmige Strategien zur Überwindung der aktuellen Krise: entweder die Rückkehr zu nationalen Währungen … oder aber die institutionelle Absicherung einer gemeinsamen Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik im Euro-Raum mit dem weitergehenden Ziel, die verlorene Handlungsfähigkeit der Politik gegenüber den Imperativen des Marktes auf transnationaler Ebene wiederzugewinnen. … Schon wegen der Verknüpfung mit dieser ausgreifenden Perspektive verdient die zweite Option den Vorzug vor der ersten. Wir plädieren dafür, nichts zu verschleiern: Wer an der gemeinsamen Währung festhalten möchte, muss auch eine gemeinsame Verantwortung befürworten, muss das institutionelle Defizit im Euroraum überwinden."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. September 2012

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