Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 5. September 2012
Euro-Zone steckt Schweizer Wirtschaft an
Die Schweizer Wirtschaft schrumpft. Im zweiten Quartal des Jahres ging das Bruttoinlandsprodukt überraschend um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr zurück, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft am Dienstag mit. Damit hat der Rest Europas die Schweiz angesteckt, fürchtet die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: "Europas Konjunkturabkühlung dämpft die Nachfrage nach helvetischen Ausfuhren, das Frankenhoch drückt auf die Margen der Exporteure, die ach so sensiblen Finanzmärkte können Krisen via Bankensektor ausbreiten, und die starke Unsicherheit über die Zukunft des Euro-Raums mag Firmeninvestitionen und letztlich sogar den Privatkonsum hemmen. So steckt die Schweizer Wirtschaft nun auf der Kriechspur. ... Das ist aber noch keine Katastrophe. Die Schweiz steht zudem in mancher Hinsicht deutlich besser da als viele Euro-Staaten. ... Doch das Land wird einmal mehr unsanft daran erinnert, dass es keine Insel ist – und dass der Fortgang der hiesigen Konjunktur zu einem erheblichen Teil von politischen Entscheiden im Ausland abhängt, auf welche die Schweiz naturgemäss kaum Einfluss hat."
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