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Lapin Kansa - Finnland | Mittwoch, 5. September 2012

Traum vom Shtokman-Gas geplatzt

Der russische Energiekonzern Gazprom hat vergangene Woche angekündigt, die Erschließung des Shtokman-Erdgasfelds in der Arktis aus Kostengründen auf Eis zu legen. Eine schlechte Nachricht vor allem für die Kola-Halbinsel im Nordwesten Russlands, konstatiert die liberale Tageszeitung Lapin Kansa: "Für die Stadt Murmansk ist der Stopp des Riesenprojekts ein gewaltiger Rückschlag. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist die Einwohnerzahl der Stadt eingebrochen und das Ende von Shtokman wird sicherlich nicht dazu beitragen, dass Russen wieder nach Nordwestrussland ziehen. In Finnland hatte man gehofft, dass die Erschließung des Gasfelds unter anderem den Bau von Wohnungen und Verkehrsverbindungen auf der Kola-Halbinsel ankurbelt, wovon auch finnische Unternehmen hätten profitieren können. Am eigentlichen Gasprojekt wollte man sich aber sowieso nicht beteiligen. Auch auf die Eisenbahnprojekte in Lappland hat die Entscheidung keinen Einfluss. Mehr Schienen sollen dort vor allem wegen der neuen Bergwerke verlegt werden, nicht wegen der russischen Naturressourcen."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. September 2012

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