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NRC Handelsblad - Niederlande | Mittwoch, 5. September 2012

Niederländer haben vor Wahl nur Umfragen im Blick

Im niederländischen Wahlkampf vor den Parlamentswahlen am 12. September wird nun fast täglich eine neue Umfrage präsentiert. Dies verzerrt das Verhalten von Wählern und Kandidaten, warnt die liberale Tageszeitung NRC Handelsblad: "Der Einfluss der Umfragen ist groß, zumindest, was die Politiker betrifft. Denn die lassen sich von ihren Ergebnissen ziemlich nervös machen, auch wenn sie das öffentlich nicht zugeben. ... Man sollte Umfragen zwar natürlich nicht verbieten, aber es wäre eben wichtig, ihren Einfluss auf das Verhalten von Wählern und Kandidaten einzudämmen, damit die Wähler sich nicht der Partei C anschließen, weil die zu gewinnen scheint oder umgekehrt, gerade aus Mitleid ihre Stimme der Partei D geben. Dasselbe gilt für die Fernsehdebatten, die vor allem zeigen, wer gut reden kann, zuverlässig und redlich rüberkommt oder einfach angenehm aussieht. Es wäre schön, wenn die Wähler sich vor allem von den Zielen und Prinzipien einer Partei und der Führungsstärke ihrer Kandidaten leiten ließen. Und wenn die Politiker einsehen würden, dass sie nicht die Umfragewerte, sondern das Wahlergebnis vom letzten Mal toppen müssen."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. September 2012

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