Sydsvenskan - Schweden | Mittwoch, 5. September 2012
Schwedens Wohnungspolitik auf dem Holzweg
Zur Entspannung der katastrophalen Wohnungssituation in Schwedens Großstädten will die bürgerliche Koalition es Mitgliedern von Wohnungsgenossenschaften erleichtern, ihre Wohnungen unterzuvermieten und die Höhe der Untermiete dabei selbst festzulegen. Die liberale Tageszeitung Sydsvenskan kann nachvollziehen, dass die Opposition den Vorschlag ablehnt: "Die Absicht ist gut, der Mietwohnungsmarkt muss flexibler werden, aber dort, wo die Wohnungsnot am größten ist, kann der Vorschlag mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen. ... Falls die Regierung die Anzahl der kleinen Akteure am Mietwohnungsmarkt erhöhen will, wäre es besser, das [noch sehr unterentwickelte] System der Eigentumswohnungen zu fördern, bei dem jeder Einzelne frei über seine Wohnung verfügt. Die Frage ist zudem, wie hilfreich es ist, höhere Untermieten zuzulassen und gleichzeitig den Untermieter die Möglichkeit zu nehmen, im Nachhinein Entschädigungen für Wuchermieten einzufordern. ... Die Regierung sollte ihren Vorschlag zurückziehen und stattdessen einen nachhaltigen Entwurf einer Wohnungspolitik vorlegen, die diesen Namen auch verdient."
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