Voxpublica - Rumänien | Freitag, 7. September 2012
Neues Berufsabitur fördert junge Rumänen
Nicht einmal die Hälfte der Zwölftklässler in Rumänien hat in diesem Jahr das Abitur bestanden. Der Bildungsausschuss des Senats will daher ein Berufsabitur einführen, mit dem man sich für eine Ausbildung, aber nicht an Hochschulen bewerben darf. Ciprian Domnisoru vom Blogportal Voxpublica hofft, dass der Senat am Montag für den Vorschlag stimmen wird: "Der Staat muss jungen Leuten die Gelegenheit bieten, beim Abitur ihre Fertigkeiten unter Beweis zu stellen. ... Doch wenn 50 Prozent der Gymnasiasten das Abitur nicht schaffen, dann sind darunter junge Leute, die am Stoff gescheitert sind oder nie das Zeug zum Abitur hatten. Sie tummeln sich nun auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb ist die Idee von [Bildungsministerin] Ecaterina Andronescu, ein Berufsabitur einzuführen, zu begrüßen. ... Wenn diese Prüfungen Pflicht sind, haben Klempner und Kellner später ein Diplom, das sie von denen unterscheidet, die sich beim Abi nie Mühe gegeben haben und nie lernen wollten, wie man ein eigenes Unternehmen gründet."
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