Göteborgs-Posten - Schweden | Freitag, 7. September 2012
Leitzinssenkung reicht Schweden nicht
Die schwedische Reichsbank hat am Donnerstag den Leitzins um 0,25 Punkte auf 1,25 Prozent gesenkt. Eine gute Entscheidung, doch ihre Arbeit hat die Bank damit noch nicht getan, stellt die liberale Tageszeitung Göteborgs-Posten fest: "Kritiker der Reichsbank fordern oft, dass diese mit ihrer Zinspolitik allein das Inflationsziel verfolgen soll und den Rest der Wirtschaft dabei nicht beachten sollte. Doch das ist eine kopflose Argumentation. Letztendlich läuft sie darauf hinaus, dass man die Leitung der Zentralbank gegen einen Computer austauschen könnte, der automatisch das Zinsniveau an den Inflationsdruck angleicht. Selbst wenn das Inflationsziel von zentraler Bedeutung ist, muss die Reichsbank auch die Wirtschaft im Blick haben und darf ihr Pulver nicht auf einmal verschießen. Die Senkung war richtig und höchst willkommen, vollbringt aber allein noch keine Wunder. Wichtiger als die Entscheidung der Reichsbank ist der kommende Haushaltsentwurf der Regierung, der diesmal erfreulicherweise etwas offensiver ausgerichtet ist."
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