Magyar Nemzet - Ungarn | Freitag, 7. September 2012
IWF fordert zu hohen Preis von Ungarn
In den ungarischen Medien kursiert seit Donnerstag eine Liste, auf der angeblich drastische Forderungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) als Voraussetzungen für eine Kreditvergabe an Ungarn aufgelistet sind. Der IWF verlangt einen viel zu hohen Preis für seine Finanzhilfe, kritisiert die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "Wenn von uns tatsächlich gefordert wird, die Renten zu senken, die Familienbeihilfe zu kürzen und die Einkommensteuer zu erhöhen, wenn von uns tatsächlich verlangt wird, die Bankensteuer zu streichen und die Banken mit staatlichen Kapitalzuschüssen zu unterstützen, wenn also die Menschen mehr Opfer bringen müssen als das Kapital, dann ist das für uns unannehmbar. Dann wird es kein neues Kreditabkommen zwischen IWF, Europäischer Union und Ungarn geben. ... Die Regierung wird freiwillig sicher keinem Wirtschaftsprogramm zustimmen, mit dem sie die Wahlen 2014 verlieren wird."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Wirtschaftspolitik, » Ungarn
Alle verfügbaren Texte von » Tamás Nánási
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 7. September 2012