Navigation

 
Le Soir - Belgien | Freitag, 7. September 2012

Obama auf dem Boden der Tatsachen

US-Präsident Barack Obama hat in seiner Rede auf dem Parteitag der Demokraten am Donnerstag die Wähler um mehr Zeit gebeten. Doch die wird er nur bekommen, wenn er für die Vereinigten Staaten ein konkretes Projekt entwirft, meint die linksliberale Tageszeitung Le Soir: "Barack Obama ist quasi ohne jede politische Erfahrung auf lokaler Ebene Präsident geworden. ... Seine mangelnde Erfahrung und seine Naivität hat er nun teuer bezahlt. Dass die Wähler geglaubt hatten, Obama sei etwas Besonderes, mag man noch verstehen. Aber er selbst war der gleichen Meinung und deshalb hat er sich am harten politischen Geschäft in Washington die Zähne ausgebissen. ... Mit Mitt Romney als Gegner hat Obama immer noch gute Chancen. Aber er muss eine sorgfältig durchdachte, handfeste und verständliche Vision für seine mögliche zweite Amtszeit anbieten. Ein Sieg allein reicht nicht: Sein Land braucht ein Projekt und einen Präsidenten, der weiß, wie er dieses umsetzt. Allein auf die Hoffnung zu setzen, wird nicht mehr reichen. Denn um die Hoffnung erneut zu schüren, muss diese in der Realität verankert werden."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 7. September 2012

Weitere Inhalte