Berlingske - Dänemark | Donnerstag, 20. September 2012
Dänemarks neue Asylregeln sind falsches Signal
In Dänemark sollen Asylbewerber, die mit den Behörden kooperieren, künftig schneller aus den Unterkünften ausziehen, Dänisch lernen und arbeiten dürfen, auch wenn ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Darauf hat sich die dänische Regierung am Mittwoch mit der oppositionellen Liberalen Allianz geeinigt. Die konservative Tageszeitung Berlingske glaubt, dass die neuen Bestimmungen ein falsches Signal senden, und fürchtet, dass künftig noch mehr Asylbewerber nach Dänemark kommen: "Geht nun in den internationalen Flüchtlingsnetzwerken das Gerücht um, dass das in den Augen der Linken so kalte und fremdenfeindliche Land im Norden mildere Töne in der Asylpolitik anschlägt? Die Absprache zwischen der Mitte-Links-Regierung, der Einheitsliste und der Liberalen Allianz wird die künftigen Asylbewerber in dieser Meinung nur bestärken. ... Die Konsequenz wird sein, dass wir ein System haben werden, das auf der einen Seite Asylbewerber ablehnt und sie auf der anderen Seite auf ein Leben hier im Land vorbereitet. Das Ergebnis werden nur noch mehr unglückliche Asylfamilien sein."
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