Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 20. September 2012
Hinter dem Mythos Apple steckt nichts als Gier
Apple beginnt am Freitag mit dem Verkauf des neuen iPhones. Die linksliberale Süddeutsche Zeitung übertitelt ihren Kommentar dazu "iGier" und schreibt: "Von den 20 Milliarden Dollar Gewinn, die das Unternehmen im ersten Halbjahr einstrich, haben die Zehntausenden chinesischen Arbeiter in den Werken des Apple-Zulieferers Foxconn wenig. ... Überstunden, niedrige Löhne, kaum Urlaub - die Lage der 1,2 Millionen Arbeiter von Foxconn kontrastiert sehr mit der gleißenden Werbung für das iPhone. … 14 Malocher der Zuliefererwerke brachten sich in den Jahren 2010 und 2011 um, drei starben bei einer Explosion. Nur schrittweise sinkt die Belastung, nachdem eine US-Arbeitsorganisation bei einer Visite Missstände anprangerte. ... Apple mag der Stolz der Börse sein, der Stolz von Corporate America ist die Firma nicht. Sie beschäftigt nur 43.000 Leute in den USA, das Personal von General Motors ist zehnmal größer; bei Zulieferbetrieben im Ausland sind jedoch 700.000 für Apple aktiv. Und der Konzern zahlt noch nicht mal viele Steuern in den USA. Hinter dem großen Mythos Apple steckt manchmal nicht mehr als eine große Gier."
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