Népszabadság - Ungarn | Donnerstag, 20. September 2012
Orbáns Alkoholpolitik zu lax
Während die nationalkonservative Regierung von Viktor Orbán zum Feldzug gegen das Rauchen geblasen hat, hat sie das Schnapsbrennen für Privatpersonen legalisiert, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Népszabadság: "Es ist ein Rätsel, warum die Regierung die Raucher zu Sündenböcken macht, die Schnapstrinker dagegen unterstützt. Neben der Legalisierung des privaten Schnapsbrennens steckt sie obendrein auch noch viel Geld in die Vermarktung von Schnaps. Während Tabakwaren nur noch in staatlichen Geschäften verkauft werden dürfen, wird für das Trinken von Hochprozentigem bei staatlich subventionierten Schnaps-Festivals die Werbetrommel gerührt. Wenn aber etwas der Verursacher von Leberkrebs ist, dann ist es hochprozentiger Alkohol. ... Es ist schwierig, einen Sinn in der Volksgesundheitspolitik der Regierung zu erkennen: Während sie ein Übel bekämpft, breitet sie einem anderen Übel gleichsam den roten Teppich aus."
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