The Daily Telegraph - Großbritannien | Mittwoch, 19. September 2012
Unbewaffnete Polizisten stets angreifbar
In Manchester sind zwei Polizistinnen bei einem Einsatz am Dienstag in einen Hinterhalt gelockt und erschossen worden. Dass Polizisten in Großbritannien unbewaffnet sind, hat zwar ein Klima der Gewaltlosigkeit gefördert, doch sie selbst sind dadurch ständig großen Gefahren ausgesetzt, bemerkt die konservative Tageszeitung The Daily Telegraph: "Unser Bild der Polizei [als Zivilpersonen in Uniform] erklärt, warum wir den Polizistenmord so schockierend finden: Sie fungieren als unsere Bevollmächtigten, die sich in Situationen begeben müssen, aus denen wir uns glücklicherweise heraushalten können. Das hat zu einer polizeilichen Strategie geführt, in der es vor allem um Beherrschung und Verhandlung geht und in der Gewalt wirklich nur im äußersten Notfall gebraucht wird. Verglichen mit den Ländern, in denen Polizisten dauerhaft bewaffnet sind, ist unser Land insgesamt weitaus weniger gewalttätig. Doch andererseits macht das unsere Polizei weitaus angreifbarer gegenüber dem um die Ecke lauernden Verbrecher, dem rücksichtslosen Drogenschmuggler oder dem bösen Polizistenhasser, der selbst Waffen mit sich trägt und dazu bereit ist, sie zu gebrauchen."
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