Aamulehti - Finnland | Freitag, 21. September 2012
Finnischer Konzern muss verantwortlicher handeln
Der finnische Technologiekonzern Metso hat am Donnerstag seine umstrittene Entscheidung zurückgenommen, den Aktionären eine Zusatzdividende auszuzahlen, während zugleich über 600 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Unternehmen müssen auch die gesellschaftlichen Folgen ihres Handelns bedenken, fordert die liberale Tageszeitung Aamulehti: "Die Kombination der beiden Entscheidungen hat nicht nur bei den Mitarbeitern des Unternehmens Zorn und moralische Empörung hervorgerufen. ... Der Aufsichtsrat von Metso hat gut daran getan, die Zusatzdividende zurückzunehmen. Die überraschende Entscheidung ist aber nicht die Folge einer moralischen Bekehrung. Aus der Börsenmitteilung geht klar hervor, dass dahinter die Sorge stand, die Auszahlung der Zusatzdividende könnte die Durchführung des harten Sanierungsprogramms erschweren. Es wäre zu hoffen, dass Metsos Gang nach Canossa ein Signal dafür ist, dass Unternehmen in Zukunft bei ihren betriebswirtschaftlichen Entscheidungen auch die gesellschaftlichen Folgen berücksichtigen."
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