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Corriere del Ticino - Schweiz | Freitag, 21. September 2012

Notenbanken belohnen nur Finanzwesen

Die EZB, die US-Notenbank Federal Reserve und die japanische Notenbank haben jüngst entschieden, zur Krisenbewältigung große Mengen Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Doch von dieser Geldpolitik profitieren wieder nur die großen Finanzakteure, bedauert die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "In Wahrheit ist diese Form der Geldpolitik nicht neutral und kommt nicht den sozial schwachen Schichten zugute. Die Geldschwemme belohnt die Banken, die sich zu niedrigen Zinsen finanzieren können, die großen Finanzgesellschaften, die mit billigem Kapital spekulieren können, sowie die verschuldeten Wirtschaftsakteure. Bestraft wird hingegen der kleine Mann, der vorsichtige Sparer. … Zudem begünstigt diese Geldpolitik neue Spekulationsblasen, ohne sich positiv auf die Realwirtschaft auszuwirken und ohne die Bedingungen für solides Wachstum zu schaffen. Folglich handelt es sich nur um ein weiteres Experiment, das kaum bei einem der Hauptprobleme der Krise ansetzt: bei der ungleichen Einkommensverteilung."

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