La Croix - Frankreich | Montag, 24. September 2012
Dialog der Religionen erhält den Frieden
Nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen im Satiremagazin Charlie Hebdo hat die französische Regierung am Wochenende Demonstrationen verboten. Dass es in Frankreich nicht zu gewaltsamen Protesten kam, führt die katholische Tageszeitung La Croix aber auch auf einen funktionierenden Dialog zwischen den Religionen zurück: "Die Gewalt, die mit dem radikalen Islam verbunden ist, beherrscht immer wieder die Schlagzeilen. Somit muss man sich darüber freuen, dass es in Frankreich in den vergangenen Tagen erstaunlich ruhig geblieben ist, obwohl man ein Aufflammen der Spannungen befürchtet hatte: Die im Magazin Charlie Hebdo veröffentlichten Karikaturen hätten stark dazu beitragen können. Man kann zu Recht behaupten, dass es auch die außergewöhnliche Polizeipräsenz war, die für Ruhe gesorgt hat. ... Doch es ist auch das Ergebnisse jahrelanger Anstrengungen, die von den Religionsgemeinschaften in Frankreich unternommen wurden, um einander besser kennenzulernen, zu verstehen und zum inneren Frieden beizutragen. Es ist ein zerbrechlicher Dialog voller Missverständnisse, aber er ist eines der sichersten Mittel, um die Ausbreitung extremistischer Neigungen zu verhindern."
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