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Die Presse - Österreich | Montag, 24. September 2012

Pakistans "Terrorminister"

Mit dem Mordaufruf des pakistanischen Ministers ist nach Ansicht der liberal-konservativen Tageszeitung Die Presse eine neue Stufe der islamistischen Bedrohung erreicht, da sie jetzt auf Regierungsebene stattfinde: "Seit Irans Revolutionsführer Khomeini 1989 den britisch-indischen Autor Salman Rushdie wegen dessen angeblich blasphemischen Buchs Die satanischen Verse zum Tod verurteilt und ein Kopfgeld ausgesetzt hat, ist man bezüglich dieser Facette islamistischer 'Streitkultur' einiges gewöhnt. ... Wenn aber Ghulam Bilour, Minister der Regierung Pakistans, nun zum Mord am Macher des dummen Mohammed-Films aufruft, hat das neue Qualität: Der Herr führt zwar nur das Eisenbahnressort, die Regierung tat seine Worte als 'persönlich' ab, es war aber wohl der erste islamistische Mordaufruf auf Regierungsniveau. Zu denken muss auch geben, dass Bilour just die Taliban und al-Qaida als 'Brüder' bezeichnet hat. Man könnte ihn daher 'Terrorminister' nennen. Sein Fall zeigt aber auch: In Pakistan, angeblich einem US-Alliierten, ist die Regierung Teil des Islamistenproblems."

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