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Il Sole 24 Ore - Italien | Sonntag, 23. September 2012

Fiat ist nicht mehr Italien

Der Turiner Autobauer Fiat bleibt trotz massiver Absatzeinbrüche vorläufig in Italien. Diese Zusage machte Firmenchef Sergio Marchionne nach fünfstündigen Beratungen mit Premier Mario Monti und seinen Fachministern am Samstag in Rom. Doch die gemeinsame Erklärung nach dem Treffen lässt viele Frage offen, bemängelt die liberal-konservative Wirtschaftzeitung Il Sole 24 Ore: "Das Versprechen von Marchionne, zum 'geeigneten Zeitpunkt' in Italien investieren zu wollen, sagt nichts darüber aus, wann diese Investitionen erfolgen sollen und wie hoch sie sein werden. Doch jetzt wäre der geeignete Zeitpunkt, um vom Aufschwung des europäischen Automarkts zu profitieren, der für 2014 zu erwarten ist und von dem Marchionne selbst gesprochen hat. ... Die Regierung ihrerseits war ebenso wenig zu klaren Zusagen bereit und versprach keine Gegenleistungen in Form von Sonderförderungen für Fiat. Denn Rom muss, bevor es Fiat unter die Arme greift, zunächst die italienische Industrie in ihrer Gesamtheit stützen. 'Was für Fiat gut ist, ist gut für Italien' gilt heute nicht mehr. Heute heißt es: Was gut für die italienische Industrie ist, kann auch Fiat zuträglich sein."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 24. September 2012

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