Simerini - Zypern | Sonntag, 23. September 2012
Freiwilliger Euro-Austritt Zyperns ist Unsinn
Zypern werde bei zu harten Sparauflagen von Seiten der internationalen Geldgeber einen Austritt aus der Euro-Zone in Betracht ziehen. Das sagte der Parteichef der linken Regierungspartei Akel, Andros Kyprianou, vergangene Woche in einem Interview gesagt und brachte damit nicht nur Parteikollegen sondern auch die konservative Tageszeitung Simerini gegen sich auf: "Mit seine Aussage bestätigt Kyprianou die Befürchtungen der Bürger, dass die Regierenden mit der Unterstützung von Akel das Land und seine Wirtschaft bewusst in die Katastrophe führen. … Herr Kyprianou will offensichtlich nicht kapieren, wie wichtig für ein kleines Land mit einer kleinen Wirtschaft die Mitgliedschaft in einer großen Union mit einer starken Währung ist. Noch schlimmer: Herr Kyprianou versteht nicht, was ein Euro-Austritt für Zypern bedeuten würde. ... Er und sein Mentor, der Präsident der Republik Zypern, Dimitris Christofias, sind nicht in der Lage, sich der Troika gegenüber als ernstzunehmende Partner zu präsentieren. Wenn sie seriöse Politiker wären, hätten sie rechtzeitig Verhandlungen mit der Troika aufgenommen - und zwar zu dem Zeitpunkt, als diese uns helfen wollte."
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