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De Morgen - Belgien | Montag, 24. September 2012

TV und Radio ebnen Facebook-Krawallen den Weg

Krawalle, mehrere Verletzte und Schäden in Millionenhöhe - das ist das Resultat einer aus dem Ruder gelaufenen Facebook-Party im niederländischen Haren in der Nacht zum Samstag. Doch die Verantwortung dafür ist nicht nur bei den sozialen Medien zu suchen, betont die flämische linksliberale Tageszeitung De Morgen: "Die Aggression dieser neuen Hooligans lässt sich weniger leicht kontrollieren als die von Fußball-Randalierern. Das hat viel mit der Anarchie der sozialen Netzwerke zu tun, denn sie machten es überhaupt erst möglich, dass sich die Nachricht, dass man auf der Party randalieren könne, rasend schnell verbreitete. ... Aber ist an den Krawallen dann Facebook schuld? Ach, nicht mehr als auch andere, traditionelle Medien. Mehrere Radio- und TV-Sender kündigten die mögliche Katastrophe doch sehr begeistert an, womit sie erst die Bühne für diese brutale Show bereiteten. Die Idee, dass es 'toll' ist, in Haren zu feiern, verbreiteten vor allem populäre Radio-DJs und TV-Moderatoren - genau die Menschen, die heute wahrscheinlich in ihren Programmen die Politiker nach ihrer Verantwortung befragen werden."

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