Rzeczpospolita - Polen | Dienstag, 25. September 2012
Polens Regierung muss Baubranche retten
Die polnische Baubranche steht aufgrund von Fehlkalkulationen kurz vor dem Kollaps. Polens staatliche Agentur für Wirtschaftsförderung bewilligte dem finanziell angeschlagenen Baukonzern Polimex-Mostostal Anfang September einen Hilfskredit von 45 Millionen Złoty (knapp 11 Millionen Euro). Der Ökonom Krzysztof Stupnicki sieht in der konservativen Tageszeitung Rzeczpospolita die Regierung in der Pflicht: "Eigentlich sollte die Regierung keine Firmen unterstützen, doch man muss sich klar machen, dass sie damit nur die eigenen Fehler korrigiert. Die Probleme mit der Liquidität von Polimex haben nämlich ihre Ursache in der Regierungspolitik. ... Die Gesetzgebung bei den öffentlichen Ausschreibungen und die Vertragspraxis der staatlichen Verkehrsbehörde GDKiA sind nämlich ziemlich verworren [und orientieren sich am niedrigsten Preisgebot, ohne zu prüfen, ob es sich realisieren lässt]. Leider spüren wir nun alle die Auswirkungen. Und solide geführte Unternehmen, die sich sowohl in guten als auch schlechten Zeiten zu helfen wussten, stecken nun in finanziellen Schwierigkeiten."
» weiterführende Informationen (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Infrastruktur / Verkehr, » Wirtschaftspolitik, » Polen
Alle verfügbaren Texte von » Krzystof Stubnicki
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 25. September 2012