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Tages-Anzeiger - Schweiz | Donnerstag, 27. September 2012

Schweiz verschärft die Euro-Krise

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat in einer Analyse vom Dienstag die Devisenankäufe der Schweizer Nationalbank zur Stützung des Franken indirekt für das Zins-Ungleichgewicht in der Euro-Zone verantwortlich gemacht. Je stärker sich die Euro-Krise zuspitzt, desto weniger wird sich die Schweiz ihr entziehen können, prognostiziert der liberale Tages-Anzeiger: "Der Herbst bringt eine neue Zerreißprobe zwischen Nord und Süd, zwischen dem harten Kern der Musterschüler um Deutschland und den Schuldensündern an der Peripherie. ... Kein Wunder, dass angesichts der Nervosität auch der Aussenseiter mittendrin stärker ins Rampenlicht gerät: Die Kritik der Ratingagentur Standard & Poor's, die Schweiz befördere mit ihrer Geldpolitik die Spaltung der Eurozone, ist vielleicht nur der Auftakt. Viel Fluchtgeld aus Griechenland, Italien oder Spanien liegt in der Schweiz - es fehlt heute den Regierungen an der Peripherie. Spitzt sich die Eurokrise wieder zu, könnte auch der Druck auf die Schweiz zunehmen."

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