De Volkskrant - Niederlande | Donnerstag, 27. September 2012
US-Präsidenten sind auch nur Bade-Enten
Den US-Präsidentschaftswahlen im November messen die Niederländer kaum Aufmerksamkeit bei. Der Kolumnist Bert Wagendorp überlegt in der linksliberalen Tageszeitung De Volkskrant, warum auch er von den USA ernüchtert ist: "Vielleicht war ich 2008 ein politischer naiver Träumer und wurde in den vergangenen vier Jahren zum Realkolumnisten. Ein Mann, der alles schon mal gesehen hat und der weiß: Selbst der mächtigste Mann der Welt ist eine Bade-Ente auf den Wogen der Geschichte, und Macht ist ein stark überschätzter Begriff. ... Doch es kann auch etwas anderes sein: Das Gefühl, dass die Bedeutung der USA abgenommen hat. Ein Riese auf gelähmten Füßen mit 16.000 Milliarden Dollar Schulden. Ein Land, das pleite ist, und selbst so viele Probleme hat, dass es sich nicht auch noch um die Welt kümmern kann - welcher Präsident dieses regiert, kann mir doch eigentlich egal sein?"
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