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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 28. September 2012

Bosnien-Einsatz rettete viele Menschenleben

Am Donnerstag sind die letzten Bundeswehrsoldaten aus Bosnien-Herzegowina nach Deutschland zurückgekehrt. Die linksliberale Süddeutsche Zeitung zieht – bei allen Schwierigkeiten – eine positive Bilanz des mehr als 17 Jahre dauernden Militäreinsatzes: "Der Frieden, der zwischen Muslimen, Kroaten und Serben herrscht, ist ein erzwungener. Das einzig Gute, das man über das Bosnien des Jahres 2012 sagen kann, ist, dass es nicht mehr das Bosnien von vor zwanzig Jahren ist. ... Das Töten und Sterben in Bosnien endete nicht, weil europäische Diplomaten und Vermittler die Kriegsherren zum Friedlichsein überredeten. Es endete, weil über den Hügeln um Sarajewo zuerst die Kampfjets der Nato und dann auf den Straßen die Stahlkolosse der 1. US-Panzerdivision auftauchten. Für die Deutschen ... barg das erfolgreiche Eingreifen der Allianz in Bosnien eine ganz neue Erkenntnis: Manchmal ist der Einsatz militärischer Gewalt nicht nur politisch notwendig, sondern auch moralisch richtig. ... Die Nato-Intervention in Bosnien und die jahrelange Friedensmission danach haben sehr vielen Menschen das Leben gerettet. Es gibt nicht viele Militäreinsätze, von denen man das sagen kann."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 28. September 2012

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