The Daily Telegraph - Großbritannien | Donnerstag, 27. September 2012
Camerons Reichensteuer nur Augenwischerei
Die Pläne des britischen Schatzkanzlers George Osborne, künftig eine besondere Reichensteuer einzuführen, hält die konservative Tageszeitung The Daily Telegraph für Augenwischerei, die nur das elitäre Image der Regierung aufbessern soll: "Die Idee, künftig Vermögen zu besteuern, ist selbst für manchen Vertreter der politischen Rechten gefährlich verführerisch. Die Rezession scheint die besonders Reichen unversehrt zu lassen, wenn man bedenkt, dass Luxusgüter und teure Häuser sich immer noch verkaufen. Osbourne hat für die sogenannten 'non domiciles' [Ausländer, die in Großbritannien leben und Steuerzahlungen auf ihr Übersee-Einkommen bisher vermieden] schon eine Steuer eingeführt, die ihm viel Beifall beschert hatte. Nun glaubt er wohl, dass er mit einer Reichensteuer seine Sparpläne der breiten Masse schmackhaft machen kann. Politische Maßnahmen gegen Reiche schützen das Kabinett Camerons als strategische Maßnahme vor deren größter Angst: Und zwar als verwöhnte Kinder abgestempelt zu werden, die nur für Reiche regieren."
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