Gazeta Wyborcza - Polen | Freitag, 28. September 2012
Smolensk-Debatte endlich beenden
Die nationalkonservative Oppositionspartei PiS hat der polnischen Regierung bei der Parlamentsdebatte am Donnerstag Versäumnisse bei der Aufklärung der Smolensk-Katastrophe vorgeworfen, nachdem in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass die Leiche eines Opfers falsch identifiziert worden war. Die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza fordert die PiS auf, das Thema endlich ruhen zu lassen: "Diese neuerliche Debatte um Smolensk sollte eigentlich die politische Atmosphäre anheizen. Doch sie bringt nur noch einen schalen Beigeschmack hervor. Das zeigt der PiS von Jarosław Kaczyński, dass sie diese 'Smolensk'-Karte nicht mehr so einfach spielen kann wie bisher. 'Diese Katastrophe kann nicht länger als Vorwand benutzt werden, um einen politischen Krieg in Polen zu führen', hat auch [Premier] Donald Tusk im Sejm richtig festgestellt. ... Sehr eindrucksvoll hat dies außerdem noch einmal der Generalstaatsanwalt Andrzej Seremet unterstrichen, der nüchtern erklärt hat, wie schwierig die Identifikation der Opfer eben ist."
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